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Welches Druckverfahren ist das richtige für meine Bekleidung?

Die Wahl hängt an drei Dingen: Stückzahl, Material und Motiv. Für kleine Mengen und fotorealistische Motive eignen sich Transfer und DTF, für grosse Auflagen mit klaren Farbflächen der Siebdruck, für höchste Langlebigkeit die Stickerei. Am haltbarsten sind Stickerei und Siebdruck-Transfer. Separate Einrichtkosten für Siebe oder Stickprogramme stellt Kustom nicht in Rechnung.

Verfahren im Angebot
Siebdruck, Siebdruck-Transfer, Cut-Transfer (Flex), DTF, DTG, Sublimation, Stickerei, Badges, Grossformatdruck
Langlebigste Lösung
Stickerei oder Siebdruck-Transfer
Einrichtkosten
Keine separate Position — im Preis einkalkuliert
Datenformat
Vektordaten (AI, EPS, PDF mit Pfaden)
Kapazität
Rund 1,25 Mio. Prints pro Jahr, 15 Doppelhub-Pressen

Die Stückzahl entscheidet als Erstes

Jedes Verfahren hat einen Punkt, ab dem es wirtschaftlich wird. Transferverfahren wie Flex und DTF rechnen sich schon beim Einzelstück, weil kein Werkzeug vorbereitet werden muss — ideal für Nachzügler, Muster oder kleine Teams.

Der Siebdruck dreht die Logik um: Die Vorbereitung je Farbe lohnt sich erst in der Menge, dafür sinkt der Stückpreis danach deutlich. Als Faustregel gilt: Ab mittleren Auflagen mit wenigen klaren Farben ist Siebdruck die günstigste Lösung pro Teil.

Die Stickerei liegt dazwischen. Ist das Stickprogramm einmal erstellt, bleibt es hinterlegt — jede Nachbestellung läuft ohne neuen Aufwand. Genau deshalb ist Stickerei bei Firmenbekleidung, die über Jahre nachbestellt wird, oft die vernünftigste Wahl.

VerfahrenSinnvoll abFarbenStärke
Cut-Transfer (Flex)EinzelstückEinfarbig pro FolieNamen, Nummern, kleine Serien
DTF-TransferEinzelstückVollfarbigFotomotive, Farbverläufe, kleine Mengen
DTG-DirektdruckEinzelstückVollfarbigWeiche Optik auf Baumwolle
StickereiKleinserieMehrfarbig mit GarnenHöchste Haltbarkeit, edler Auftritt
SiebdruckMittlere bis grosse AuflageKlar begrenzte FarbzahlGünstigster Stückpreis in Menge
SublimationAb SatzgrösseVollfarbig, randlosTrikots, Sportmotive über die ganze Fläche
Die Verfahren im direkten Vergleich (Richtwerte aus der Praxis)

Das Material setzt die Grenzen

Nicht jedes Verfahren verträgt sich mit jedem Stoff. Bei Softshell- und Hardshelljacken ist Sticken an dichtungskritischen Stellen heikel, weil die Nadel die Membran perforiert — dort ist ein Transfer die sichere Wahl.

Polyester- und Funktionsstoffe bringen ein zweites Problem mit: Bei zu hoher Temperatur wandern Farbstoffe aus dem Gewebe in den Druck und verfärben ihn — das sogenannte Ausbluten. Deshalb arbeiten wir hier mit Niedrigtemperatur-Transfers oder blockierenden Spezialfarben.

Stark strukturierte Oberflächen wie Fleece oder Frottee wiederum eignen sich schlecht für den Direktdruck, weil die Farbe in der Struktur versinkt. Hier führen Stickerei oder ein aufgesetztes Badge zum sauberen Ergebnis.

Wie lange die Veredelung hält

Die langlebigsten Lösungen sind Stickerei und Siebdruck-Transfer. Eine Stickerei überlebt in der Regel auch Industriewäsche bei hohen Temperaturen und ist damit erste Wahl für Gastronomie, Pflege und alle Betriebe mit externer Wäscherei.

Siebdruck übersteht als Richtwert eine hohe Zahl an Haushaltswäschen bei 40 bis 60 Grad. Transfer- und DTF-Drucke halten weniger lange, bleiben aber deutlich länger schön, wenn man sie auf links und ohne Trockner wäscht.

Wichtig für die Kalkulation: Nicht die schönste Veredelung am ersten Tag entscheidet, sondern wie sie nach fünfzig Wäschen aussieht.

Woran man gute Qualität erkennt

Bei Druckverfahren sind Risse oder Abblättern nach wenigen Wäschen das deutlichste Warnzeichen. Ebenso unscharfe Kanten, durchschlagende Textilfarbe und ein Griff wie steife Plastikfolie — gute Drucke sind flexibel und tragen sich mit.

Bei Stickerei zeigt sich Qualität an sauberen Konturen, fester Stichdichte und einem Untergrund, der sich nicht wellt. Verzug im Gewebe und lose Fäden deuten auf ein schlecht digitalisiertes Stickprogramm hin.

Welche Daten wir brauchen

Am besten arbeiten wir mit Vektordaten: AI, EPS oder PDF mit in Pfade umgewandelten Schriften. Damit lässt sich jedes Motiv verlustfrei skalieren — vom Brustlogo bis zur Rückenfläche. Für die Stickerei erstellen wir daraus das Stickprogramm.

Der häufigste Stolperstein sind Pixelbilder in zu kleiner Auflösung, etwa ein JPG aus einer Präsentation. Ebenso schwierig sind Logos mit weichen Farbverläufen: Was am Bildschirm funktioniert, lässt sich in Siebdruck oder Stickerei nicht eins zu eins umsetzen und muss zuerst aufbereitet werden.

Die Aufbereitung ist bis 15 Minuten im Preis enthalten. Wer saubere Vektordaten liefert, bleibt in aller Regel darunter.

Häufige Fragen

Was ist haltbarer — Stick oder Druck?

Die Stickerei ist die langlebigste Lösung und übersteht in der Regel auch Industriewäsche. Beim Druck kommt der Siebdruck-Transfer der Stickerei am nächsten.

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Siebdruck?

Siebdruck spielt seine Stärke in der Menge aus: Ab mittleren bis grossen Auflagen mit wenigen klaren Farben ist der Stückpreis am günstigsten. Für Einzelstücke und Kleinserien sind Transferverfahren wie Flex oder DTF wirtschaftlicher.

Fallen Kosten für Siebe oder Stickprogramme an?

Nein. Kustom stellt keine separaten Einrichtkosten in Rechnung — sie sind transparent im Preis einkalkuliert. Hinterlegte Stickprogramme bleiben für Nachbestellungen gespeichert.

Kann man Softshelljacken besticken?

An dichtungskritischen Stellen ist das heikel, weil die Nadel die Membran perforiert. Dort empfehlen wir einen Transfer. An unkritischen Stellen ist Stickerei möglich.

Welches Verfahren eignet sich für fotorealistische Motive?

DTF-Transfer und DTG-Direktdruck bilden Fotomotive und Farbverläufe vollfarbig ab. Für Trikots über die ganze Fläche ist Sublimation die passende Technik.

In welchem Format sollen wir unser Logo liefern?

Am besten als Vektordatei (AI, EPS oder PDF mit Schriften in Pfaden). Pixelbilder in kleiner Auflösung und Logos mit weichen Verläufen müssen vor der Produktion aufbereitet werden.

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